Die Geschichte der Feuerwehr Günhoven / Kothausen

 FF Günhoven

Initiator der Gründung war Peter Pohlen.
Der Überlieferung nach gelobte er in schwieriger Situation im deutsch-französischen Krieg 1870/71 bei einer Rettung eine gute Tat für seine Mitmenschen durchzuführen; daraus kam die Idee zur Feuerwehr-Gründung


1877

Gründung der FF Günhoven auf der Grundlage der ‚Vorschriften für das Feuerlöschwesen im Regierungsbezirk Düsseldorf‘ von 1871
erster Einheitsführer (Titel: Erster Chef, später: Oberbrandmeister) wird Peter Pohlen; Gründungsstärke umfaßt 16 Mann


1878

Behördliche Bestätigung der Gründung
Wasserversorung ausschließlich durch Löschteiche in Verbindung mit Eimerkette bzw. sog. Wasserkufen (Wasserkästen auf einer zweirädrigen Achse)
Aufteilung der Einheit in Spritzenabteilung, Steigerabteilung, Wasserabteilung, Ordnungsabteilung
Erster Einsatz am 07. August 1879: Feuer in Sittardheide
Nächster Einsatz 15. Mai 1880: Feuer bei Gebrüder Küppers in Mennrath; 22 Mann im Einsatz; 50 Mark Prämie von der Magdeburger Versicherung, 20 Mark Stiefelentschädigung von der Provinzial

 

1883/84

Ersatz des alten Spritzenhauses durch ein neues Gerätehaus am Löschteich in Günhoven


1901

Anschaffung von drei Signalhuppen (Brandhörnern)


1902

Anschaffung einer neuen Feuerlöschspritze (doppeltwirkende Handdruckspritze) für Günhoven; Abhaltung eines Festes zur Übergabe


1903

25-jähriges Jubelfest: 50 aktive und 82 passive Mitglieder


1909

Anschaffung eines pferdegezogenen vierrädrigen Wagens auf eigene Kosten
1. Weltkrieg 1914/18: 58 der 61 aktiven Mitglieder werden einberufen; 17 kehren nicht zurück


1933

Tod des Gründungsinitiator und Einheitsführers, Oberbrandmeister Peter Pohlen
neuer Einheitsführer wird Oberbrandmeister Wilhelm Joeressen
2. Weltkrieg: Einbeziehung der Günhover Wehr in den örtlichen Luftschutz
15 Kameraden kehren nicht aus dem Krieg zurück
Neuanfang nach 1945 mit einer von der Stadt gekauften hochmodernen Tragkraft-Spritze TS 8


1952

75-jähriges Jubelfest: 22 aktive und 9 passive Mitglieder


1957

Übergabe der Einheitsführung an Hauptbrandmeister Johann Bußler


1961

Überreichung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs (TSF auf Basis Ford Transit) an die Einheit; das Fahrzeug wird in das alte Gerätehaus an der Voosener Str. eingestellt


1964

Übergabe und Einweihung des neuen Gerätehauses an der Stadtwaldstr.


1966

Übergabe eines TLF8/ZS (Unimog) an die Einheit


1976

Tod von Johann Bußler


1977

Wahl von Oberbrandmeister Hermann Josef Kempers zum Einheitsführer.

Feier des 100-jährigen Jubiläums am 21. und 22. Mai mit vorheriger Übergabe des Erweiterungsbaus des Gerätehauses; nun können beide Fahrzeuge im Gerätehaus untergebracht werden.
Die Einheit hat 21 aktive Mitglieder

Viele Bilder des Jubiläums können hier angesehen werden:

Bilder 100 Jahre FF Günhoven

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1987

31 aktive Mitglieder


1988

Das Unimog Tanklöschfahrzeug (TLF8/ZS) wird ausgemustert


1994

Umbau des Gerätehauses im Hinblick auf die Unterstellung des der Einheit neu zugewiesenen Fahrzeugs LF 16 – TS

 

1997

Übertritt von Hermann Josef Kempers in die Alters- und Ehrenabteilung; Wahl von Oberbrandmeister Holger Bongartz zum Einheitsführer Holger Bongartz ist erst der fünfte Einheitsführer in der 125-jährigen Geschichte der Einheit


1998

Der Ford Transit TSF 8 wird ausgemustert


2000

Der dienstälteste Feuerwehrmann, Johann Siemes aus Genhülsen stirbt; er war seit 1932 Mitglied der Günhovener Wehr

 

2002

Die Einheit besteht 125 Jahre!

Die Feierlichkeiten des Jubiläums fanden am 27. und 28. April in Günhoven statt.
Zu diesem Zeitpunkt bestand die Wehr aus 20 aktiven Mitgliedern und 14 Kameraden in der Ehrenabteilung.

2003

Holger Bongartz muss aus beruflichen Gründen sein Amt als Einheitsführer niederlegen. Sein Nachfolger wird HBM Rolf Brosch


2005

Die Einheit wird beim Weltjugendtag bei Köln in der Behandlungsplatzkomponente eingesetzt. 26 Stunden Dauereinsatz!!! In dieser Zeit wurden 48 Patienten versorgt


2006

Aus Mangel an Führungskräften und wegen schwacher Tagesalarmstärke arbeiten die Einheiten Günhoven und Kothausen bei Übungen und Einsätzen unter gemeinsamer Führung von Rolf Brosch zusammen. Als Vertreter fungieren BI Holger Bongartz, UBM Tim Kamphausen und OBM Helmut König
Während der Fußball-WM steht die Einheit während 2 Spielen in Gelsenkirchen mit der Behandlungsplatzkomponente vor Ort in Bereitschaft.


2007

Im Januar verstirbt OBM Michael Reiner. Im März wird das LF 16 TS durch ein LF 10/6 ersetzt. Im Juni findet anlässlich des 130 jährigen Bestehens ein Tag der offenen Tür statt. Zu dieser Zeit besteht die Einheit aus 21 Aktiven und 11 Kameraden der Ehrenabteilung.

 

FF Kothausen

31. Mai 1909:

Am 31. Mai 1909 (Pfingstmontag) wurde in der ehemaligen Gastwirtschaft Franken in Kothausen

durch Brandmeister Peter Pohlen – Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Günhoven – unsere Einheit gegründet.

Mit der offiziellen Bezeichnung Löschzug 2 Abteilung Kothausen blieb die Wehr jedoch bis zum Jahre 1946 eine Unterabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Günhoven.

Auf der Gründerversammlung wurden die Orte Kothausen, Dorthausen, Wolfsittard und die Viehstraße zum Ausrückbereich erklärt.

Aus den eigenen Reihen wurde Heinrich Maßen zu unserem ersten Löschzugführer gewählt.

Nachfolger wurden:

1934 Heinrich Hansen

1954 Josef Beumers

1957 Josef Houben

1978 Konrad Hansen

1988 Josef Vievers

2001 Uwe Jansen

2005 Helmut Koenigs

2009 Jürgen Gerhards

Zur Brandbekämpfung standen der Wehr neben Kleinlöschgeräten eine Handdruckspritze zur Verfügung.

Es folgte ein Gerätewagen der von Pferden gezogen wurde.

12. August 1931:

Brandmeister Heinrich Maßen durfte von Vertretern der Stadt einen Schlauchwagen entgegennehmen.

 

27. August 1931:

Erstmalig sind alle Wehrmänner bei ihren Einsätzen versichert.

 

1933:

Es verstarb am 29. März der Gründer unserer Einheit Peter Pohlen kurz vor Vollendung seines 86 Lebensjahres. Am Begräbnis des damalig ältesten Feuerwehrmannes der Stadt nahmen alle Kameraden teil.

 

1934:

Heinrich Maßen scheidet altersbedingt als Löschzugführer aus. Seine Nachfolge übernimmt Kohlenhändler Heinrich Hansen.

1938:

Kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges fand am 30.01.1938 ein Kameradschaftsabend in Günhoven statt. Eingeladen war auch der „Halblöschzug Koch“.

 

1939-1945:

Die kommunalen Feuerwehren werden Anfang 1939 im damaligen „Deutschen Reich“ in eine „Reichseinheitliche Polizei-Organisation“ umgewandelt. Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde ein großer Teil der aktiven Mitglieder in den Kriegsdienst eingezogen. Andere Tätigkeitsfelder der Feuerwehren vor Ort waren die Vorbereitungen von Evakuierungen, Sprengbomben sicherzustellen und Brände zu löschen. In der Besatzungszeit war auch der Schutz vor Plünderungen z.B. Kartoffelfeldüberwachung Tagesordnung in der hiesigen Region. Nach Ende des Weltkrieges erhielten die Wehren formell ihre Selbständigkeit zurück.

 

24.11.1946:

Die Kothausener Wehr erhielt mit Wirkung 01.01.1947 ihre Selbständigkeit. Heinrich Hansen wird zum ersten Einheitsführer unserer Wehr gewählt. Im Zuge der Technisierung wurde im Laufe der Zeit die Handruckspritze durch eine Tragkraftspritze mit Tragkraftspritzenanhänger ersetzt.

Die Männer der ersten Stunde in der Selbständigkeit waren:

Heinrich Maßen, Hermann Bolten, Johann Bolten, Peter Schmitz, Johann Welters, Josef Welters, Heinrich Lehnen, Josef Hansen, Franz Welters, Josef Grötsches, Peter Bongartz, Heinrich Hansen, Konrad Hansen und Josef Houben.

1954:

Heinrich Hansen scheidet altersbedingt als Einheitsführer aus. Seine Nachfolge tritt Josef Beumers an.

1957:

Josef Beumers scheidet altersbedingt als Einheitsführer aus. Seine Nachfolge tritt Josef Houben an.

1959:

Als neues Gerätehaus wurde von Heinrich Hansen ein Schuppen zur Verfügung gestellt. Im Oktober wurde das 50jährige Bestehen als Stiftungsfest in der Gaststätte Fischermanns in Gerkerath gefeiert.

 

20. März 1966:

Die Einheit wird mit einem LF 8 ausgerüstet. Auf dem Hof des Oberfeuerwehrmannes Heinz Heynckes wurde

ein Behelfsgerätehaus erstellt.

 

1973:

In der Jahreshauptversammlung wurde beschlossen für für das Karnevalsjahr 1974 ein Kappenfest zu organisieren. Dieses Ereignis darf als „Geburtsstunde des Dorfclubs Kothausen“ gewertet werden.

Schließlich sollten auch Nicht-Feuerwehrleute an den nachfolgenden Veranstaltungen teilnehmen können.

 

1974:

Wir feiern unser 65jähriges Bestehen. Im Kothausener Festzelt. Mit einem zünftigen Frühschoppen waren wir zudem Ausrichter des Kreisverbandsfestes. Freude und Erleichterung auch, weil in den Festreden am Vorabend Sorgen um den Fortbestand der sieben Freiwilligen Feuerwehr-Einheiten Gladbachs nach der kommunalen Neugliederung zerstreut werden konnten. Dennoch war das Fest von einem tragischen Fall geprägt.

Am 23. September 1974 verstarb plötzlich und unerwartet bei einer Dienstbesprechung zur Vorbereitung unseres Festes am 28. und 29. September Feuerwehrkamerad Heinz Leuchgens im Alter von 39 Jahren an einem Herzinfarkt.

 

1978:

Josef Houben scheidet altersbedingt als Einheitsführer aus. Seine Nachfolge tritt Konrad Hansen an.

 

1984:

Die „Freiwillige Feuerwehr Kothausen“ feiert vom 15.- bis 17. Juni 1984 ihr 75jähriges Bestehen.

Aus Anlaß dieses Jubiläums wurde der Einheit Kothausen die Ausrichtung des Stadtfeuerwehrverbandstages

übertragen. Der Festzug am Nachmittag des 29. Juni durch die Ortschaften Kothausen und Dorthausen war eine große Feuerwehrdemonstration an der c.a. 600 Teilnehmer mit 40 Feuerwehrfahrzeugen teilnahmen. Die abschließende Schauübung der Kothausener Wehr wurde vor c.a. 2000 Zuschauern durchgeführt. Die Festlichkeiten klangen mit einem Feuerwehrball am Abend aus. In zahlreichen Presseveröffentlichungen der Tagespresse wurde ausführlich berichtet.

7. Juli 1987:

Richtfest des Kothausener Spritzenhauses

Jahrelang wurden die Kothausener vertröstet, wenn es um das neue Feuerwehrgerätehaus ging.

Wen wundert es, das mancher „Freiwillige“ gar nicht recht wahrhaben wollte, daß das neue Spritzenhaus

Formen annehmen sollte. Übrigens kostete das Gerätehaus 380 000 DM. Das Grundstück für den Bauplatz

hat Anna Beumers zur Verfügung gestellt. Ihr verstorbener Ehemann Josef war Einheitsführer der

Kothausener Wehr von 1954 bis 1957.

 

1987:

Konrad Hansen scheidet nach zehn Jahren als Einheitsführer wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst aus. Neuer – zunächst kommissarischer Einheitsführer - wird Oberbrandmeister Josef Vievers.

 

10. Juni 1988:

Kothausen hat ein neues Spritzenhaus

Was lange währt wird endlich gut. Der Rat der Stadt hielt Wort, obwohl es im Vorfeld viele politische Diskussionen um das Projekt gegeben hatte. Der Bau selbst und die Finanzierung wurden ein politischer Zankapfel.

Versprochen worden war das Objekt den Kothausenern 1985 beim 70jährigen Bestehen der Einheit. Übrigens zeichnete der Feuerwehrchef der Stadt Mönchengladbach Alfred Schmölders den Ratsherrn und Bezirksvertreter Walter Theelen für seine Verdienste um das Gerätehaus aus. Er erhielt die Goldene Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes für seine politischen Bemühungen.

 

1991:

Die Feuerwehr übernimmt Planung und Organisation des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“. Die Zuständigkeit wird später an den neu formierten Dorfclub abgetreten. Mit einem 4. Platz im Leistungsnachweis des Stadtfeuerwehrverbandes erreichen wir bis dato unser bestes Ergebnis.

 

1992:

Erweiterungsbau einer Fertiggarage als Unterstellmöglichkeit.

 

1994:

Ein „wiederbelebter Feuerwehrmelder“ aus den 20er Jahren ziert nunmehr bis heute das Gerätehaus.

Mit der Anschaffung eines Feuerwehr-Oldtimers sorgen wir im Stadtbezirk für Aufsehen. Unter dem Zulassungs-Kennzeichen MG – FF 14 waren wir bei Jubiläen, Festen und selbst bei einer Oldtimer-Rallye präsent bevor es am 28.12.1995 wieder verkauft wurde.

 

01.02.1996:

Unsere Wehr wird mit einem größeren, modernen Löschfahrzeug einem sog. LF 16/TS, ausgerüstet..

1997:

Die Einheit Kothausen beteiligt sich mit einer Gesellschaftereinlage am Projekt „Mehrzweckhalle Gerkerath“.

 

2001:

Josef Vievers scheidet nach 13 Jahren als Einheitsführer wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst aus. Neuer Einheitsführer wird Uwe Jansen.

2005:

Uwe Jansen scheidet auf eigenen Wunsch als Einheitsführer aus. In einer gemeinsamen Zusammenkunft mit Vertretern der Berufsfeuerwehr und der Einheit Günhoven wurde beschlossen Ausbildung, Übungsdienste und Einsätze gemeinsam unter der Führung Günhovens zu koordinieren. Die Aufgaben des Einheitsführers übernimmt Rolf Brosch von der Günhovener Wehr. Helmut Koenig übernimmt die Führung des Löschzuges Kothausen. Nachwuchs- und Qualifizierungsdefizite sowie eine nachlassende Bereitschaft sich für die Wehr einzubringen waren Gründe dieser Kooperation.

2007:

Feuerwehrmann Heiner Hansen wird 2007 und 2008 bei den „Deutschen Feuerwehrmeisterschaften“ in der Leichtathletik über 10 km deutscher Vizemeister.

 

2009:

100 Jahre „Feuerwehr Kothausen“ soll am 15. August 2009 gebührend gefeiert werden. Das Wahrzeichen unseres Dorfes – der Hahn aus der Gattung des Weissdorns im Gehege der Feuerwehr – wird ein wachsames Auge auf die 100 Jahr Feier richten.

Die Feuerwehr Kothausen besteht zur Zeit aus 15 Aktiven und 12 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung.